Schiffsrumpfinspektion mit ROV: die Kontrolle des Rumpfes, ohne das Schiff aus dem Betrieb zu nehmen
An Schweizer Seen ist die periodische Kontrolle des Schiffsrumpfes – von grossen Passagierschiffflotten bis hin zu Privatbooten und Yachten in Yachthäfen – ebenso notwendig wie aufwendig. Den Zustand des Rumpfes zu überprüfen und Korrosion, Bewuchs oder Propellerschäden zu erkennen, erfordert traditionell entweder das Trockenlegen des Schiffs oder den Einsatz eines Tauchers – zwei Lösungen, die Kosten, Ausfallzeiten und im Fall der Taucher auch nicht zu vernachlässigende Einsatzrisiken mit sich bringen.
Die Grenzen herkömmlicher Methoden
Eine Taucherinspektion hängt von der Verfügbarkeit des Tauchers, seinen Zeit- und Tiefenlimits sowie der Sicht im Wasser ab, die in Liegeplatz- oder Kaibereichen oft eingeschränkt ist. Gerade wegen dieser Einschränkungen werden Inspektionen seltener durchgeführt, als es angebracht wäre, sodass kleinere Probleme – leichte Korrosion, Bewuchs, ein Propellerschaden – sich verschlimmern, bevor sie entdeckt werden. Das Trockenlegen im Dock wiederum löst zwar das Sichtproblem, nimmt das Schiff aber für Tage aus dem Betrieb, mit direkten Auswirkungen auf die Einnahmen der Schifffahrtsgesellschaften und die Verfügbarkeit von Privatbooten.
Der ROV als Inspektionsinstrument
Ein professioneller ROV ermöglicht es, den Rumpf zu inspizieren, während das Schiff im Wasser bleibt – ohne Trockenlegung und ohne menschlichen Tauchgang. Die omnidirektionale 360°-Bewegung, die durch die Anordnung mit 8 vektoriellen Antrieben von Modellen wie dem CHASING M2 S oder M2 PRO gewährleistet wird, ermöglicht es, den gekrümmten Oberflächen des Rumpfes eng zu folgen, sich Propellern, Rudern und Seewassereinlässen zu nähern und sich auch in engen Zwischenräumen zwischen Rumpf und Kai problemlos zu bewegen. Die 4K-Kamera mit 12 Megapixeln und elektronischer Bildstabilisierung (EIS), kombiniert mit einer LED-Beleuchtung mit bis zu 4000 Lumen, liefert auch in trübem Wasser scharfe Aufnahmen, während spezielle Zubehörteile wie der Laser-Scaler eine präzise Messung des Ausmasses einer Korrosion oder eines Schadens ermöglichen und das Distance-Lock-Sonar den ROV während der gesamten Inspektion in konstantem Abstand zum Rumpf hält, um einheitliche Aufnahmen zu gewährleisten. Für Unternehmen, die eine kontinuierliche Überwachung benötigen, bietet das Modell M2 PRO MAX zudem eine integrierte Dockingstation für die dauerhafte Überwachung von Rümpfen oder Hafenanlagen.
Der gesamte Vorgang erfordert nur eine Bedienperson, dauert Minuten statt Stunden und benötigt weder einen Tauchschein noch die Organisation eines Tauchgangs mit den entsprechenden Sicherheitsmassnahmen.
Konkrete Anwendungen an Schweizer Seen
Schweizer Schifffahrtsgesellschaften – periodische Kontrollen von Rumpf, Propellern und Seewassereinlässen bei Passagierschiffflotten, im Einklang mit den von den zuständigen Behörden geforderten Sicherheitsvorschriften der Schifffahrt, ohne das Schiff aus dem Betrieb nehmen zu müssen.
Werften und Yachthäfen – rasche Überprüfung von Yachten und Privatbooten im Winterlager oder am Liegeplatz, um gezielte Wartungsarbeiten statt allgemeiner Inspektionen zu planen.
Erkennung von Bewuchs (Biofouling) – das Wachstum von Algen und Organismen am Rumpf erhöht den Fahrtwiderstand und den Treibstoffverbrauch: Eine regelmässige ROV-Inspektion ermöglicht es, einzugreifen, bevor das Problem die Effizienz des Schiffs beeinträchtigt.
Dokumentation für Versicherungen und Behörden – hochauflösendes Videomaterial liefert einen objektiven Nachweis des Rumpfzustands, nützlich bei Kontrollen, Streitfällen oder Versicherungsfällen.
Häufigere, sicherere und wirtschaftlichere Kontrollen
Herkömmliche Unterwasserinspektionen durch einen ROV zu ersetzen – oder zu ergänzen – bedeutet, den Rumpf regelmässiger kontrollieren zu können, ohne den Betrieb des Schiffs zu unterbrechen und ohne Personal nicht unbedingt notwendigen Tauchgängen auszusetzen. Für Schifffahrtsgesellschaften, Werften und private Eigner an Schweizer Seen ist dies eine konkrete Möglichkeit, Probleme zu erkennen, bevor sie teuer werden.