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Inspektion von Wasserinfrastrukturen

Inspektion von Wasserinfrastrukturen mit ROV: die Lösung für alpine und natürliche Seen in der Schweiz

Die Schweiz zählt Hunderte von Staudämmen, Wasserfassungen, Druckleitungen und Wasserkraftanlagen, verteilt über die Alpen und die grossen Naturseen des Landes. Diese Infrastrukturen sicher und effizient zu halten, erfordert regelmässige Kontrollen der untergetauchten Teile – ein Vorgang, der mit herkömmlichen Methoden hohe Kosten, lange Zeiträume und nicht zu vernachlässigende Risiken für das Personal mit sich bringt.

Die Grenzen herkömmlicher Methoden

Die Unterwasserinspektion eines Staudamms, einer Wasserfassung oder eines Bootsrumpfes wird noch oft Berufstauchern anvertraut oder, in kritischeren Fällen, durch teilweises Ablassen des Beckens durchgeführt. In Alpenseen bedeutet dies, in kaltem, trübem und tiefem Wasser zu arbeiten, oft bei eingeschränkter Sicht und Strömungen, die durch die Ausleitungen der Wasserkraftanlagen entstehen. Solche Bedingungen verlängern die Einsatzzeiten, erhöhen die Versicherungs- und Sicherheitskosten und zwingen in vielen Fällen dazu, den Betrieb der Anlage vorübergehend zu unterbrechen.

Der ROV als Kontrollinstrument

Professionelle ROV (Remotely Operated Vehicles) bieten eine schnellere, sicherere und wirtschaftlichere Alternative. Ein Fahrzeug wie der CHASING M2 PRO verfügt beispielsweise über eine Anordnung mit 8 vektoriellen Antrieben, die eine vollständige omnidirektionale Bewegung ermöglicht – seitliche Bewegung, 360°-Drehung und Neigung bis ±90° – sodass sich der Bediener Fugen, Rissen und unebenen Oberflächen nähern kann, ohne das Gerät ständig neu positionieren zu müssen, wie es bei Tauchern der Fall wäre.

Die eingebaute 4K-Kamera mit 12 Megapixeln, Sony-CMOS-Sensor und elektronischer Bildstabilisierung (EIS), kombiniert mit einer LED-Beleuchtung mit 4000 Lumen, ermöglicht es, selbst feinste Details eines Risses im Beton oder einer korrodierten Schweissnaht in hoher Auflösung zu dokumentieren – auch unter den für alpine Gewässer typischen Bedingungen schlechter Sicht. Ein Einsatzbereich von bis zu 150 Metern Tiefe und ein bis zu 200 Meter langes Versorgungskabel decken nahezu den gesamten Bedarf an Schweizer Wasserkraft-Stauseen ab, während das hybride Energiesystem – eine im laufenden Betrieb austauschbare 300-Wh-Batterie oder eine Stromversorgung von Land aus für unbegrenzte Einsatzzeit – längere Inspektionen ermöglicht, ohne das Fahrzeug wiederholt an die Oberfläche zurückholen zu müssen.

Konkrete Anwendungen an Schweizer Seen

Im alpinen und lakustrinen Kontext der Schweiz kommen diese Geräte in mehreren Bereichen zum Einsatz:

Staudämme und Wasserkraftanlagen – Kontrolle des Zustands der Dammwand, Suche nach Rissen, Überprüfung der Einlaufgitter der Wasserfassungen und der Triebwasserstollen, ohne das Becken ablassen oder die Produktion unterbrechen zu müssen.

Druckleitungen und Wasserzuleitungen – visuelle Inspektion schwer zugänglicher untergetauchter Abschnitte, um Korrosion, Ablagerungen oder strukturelle Schäden zu erkennen, bevor sie kritisch werden.

Brückenpfeiler und untergetauchte Bauwerke – periodische Überprüfung der untergetauchten Fundamente von Brücken und Stegen über alpine Flüsse und Kanäle.

Yachthäfen und Seestege – Kontrolle von Stegen, Anlegestellen und Bootsrümpfen an den Seen von Lugano, Zürich, Genf, Luzern und Thun, wo die Tourismussaison rasche, nicht-invasive Eingriffe erfordert.

Warum Betreiber und Ingenieure überzeugt sind

Im Vergleich zu einem herkömmlichen Tauchgang reduziert eine ROV-Inspektion das Risiko für das Personal erheblich, da Tauchgänge in kaltem, tiefem Wasser mit eingeschränkter Sicht vermieden werden. Die Einsatzzeiten verkürzen sich, da die für Taucher erforderlichen Sicherheits- und Dekompressionsverfahren entfallen, und die gewonnene hochauflösende Videodokumentation kann archiviert, im zeitlichen Verlauf verglichen und mit Kontrollbehörden oder Versicherungen geteilt werden – eine Nachverfolgbarkeit, die eine menschliche Inspektion kaum mit derselben Kontinuität gewährleisten kann.

Für Betreiber von Wasserkraftanlagen, Gemeinden, Wasserbauunternehmen und Forschungsinstitute, die an Alpenseen tätig sind, stellt ein professioneller ROV somit nicht nur ein Kontrollinstrument dar, sondern eine echte Investition in die Sicherheit und die Wartungsplanung der Schweizer Wasserinfrastruktur.